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Gemeinde Brennberg - Landkreis Regensburg

Burgruine Brennberg


Burgruine Brennberg

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Das Geschlecht der Brennberger und somit die Geschichte der Burg Brennberg läßt sich bis ins späte elfte Jahrhundert zurückverfolgen. 1276 trug Bruno von Brennberg die gesamte Burg dem Hochstift Regensburg als Lehen auf. 1326 starb der letzte Erbe des Brennberger Geschlechts und als Lehensinhaber folgten nun die Auer, ein Regensburger Patriziergeschlecht. Im Jahre 1379 teilten diese den Sitz in zwei Güter: Ober- und Unterbrennberg. 1460 ging Oberbrennberg an die Nußberger, die 1567 beide Güter wieder miteinander vereinigten. 1571 kaufte Kaspar von Lerchenfeld beide Teile. Brennberg blieb bis 1767 im Besitz der Lerchenfeldschen Familie. Bis 1832 war es dann Eigentum der Familie von Gumppenberg und seit dieser Zeit ist es im Besitz von Thurn und Taxis. Die ursprünglich romanische Anlage wurde im 14. Jahrhundert umgebaut und erweitert. Beide Güter sind, unabhängig voneinander, im 17. Jahrhundert abgebrannt. Anfang des 18. Jahrhunderts wurden die Wohngebäude neu errichtet, zum Teil unter Verwendung des vorhandenen Mauerwerks. Von 1978-81 sanierte man die Burgruine umfassend.

Die Ruine liegt auf einer Bergkuppe, die sich über dem Dorf Brennberg erhebt. Von den ausgedehnten Gebäudekomplexen sind nur spärliche Reste aus der Barockzeit erhalten. An der Westspitze von Oberbrennberg erhebt sich der Rumpf des sogennanten Auer Turmes aus dem 14. Jahrhundert. Er deckte den Zugang zur Burg, der ursprünglich südlich am urtümlich anmutenden Wohnturm vorbei lief, später aber um die Burg zum Hof geführt wurde. Nebenan der U-förmige "Münchstein", dessen Funktion und Datierung heute unklar ist. In seiner Mitte befindet sich noch heute sichtbar ein Brunnen. Südlich vor dem "Münchstein" die erst kürzlich entdeckten Fundamente eines weiteren Turms, vielleicht eines früheren Bergfrieds, der später abgetragen wurde. Östlich schließt sich vor dem Hof ein riegelartiges, großes Wohngebäude aus dem 17. und 18. Jh. an, an dessen Stelle wahrscheinlich der Palas zu finden war. Von einer Burgkapelle, auf dem Stich noch sichtbar, findet sich heute keine Spur mehr.

Von Niederbrennberg ist heute nur noch der Bereich des ehemaligen Wartturms auf einem Felssockel zu sehen. Auf dem sanierten Unterbau wurde in jüngerer Zeit ein Aussichtsturm aus Holz errichtet, der wissenschaftlich umstritten ist: Die Nachbildung eines Bergfriedes ist hier nicht angebracht, weil der erst im spätesten Mittelalter errichtete Wartturm diese Funktion nicht mehr hatte. Die Wohngebäude von Unterbrennberg schlossen sich an diesen Bau im Osten an: Sie standen mit dem Wartturm verbunden auf einer künstlich geschaffenen Terrasse unterhalb des Felsens. Eine in den Felssockel des Turmbaus geschlagene Treppe ins Nirgendwo ist der letzte Zeuge dieser Bauten, die wahrscheinlich in der frühen Neuzeit aus einer Vorburg entstanden sind. Erhalten ist außerdem ein Getreidekasten im Osten.

Rund um Brennberg
Faszinierend vor allem die Aussicht vom Holzturm aus: Bei klarem Wetter soll man im Süden bis zu den Alpen sehen können. Nahebei liegen Ruine Heilsberg, Burg Falkenstein und Schloss Wörth an der Donau, die ebenfalls von den Regensburger Bischöfen gegründet wurden und einen Besuch lohnen.

Anfahrt
Brennberg liegt auf einer Erhebung des Vorderen Bayerischen Waldes etwa 25 km östlich von Regensburg. Man erreicht Brennberg über die Autobahn A3, Ausfahrt Wörth/Wiesent. Von dort Richtung Norden über Frauenzell weiter nach Brennberg.

Öffnungzeiten
Die Burgruine liegt mitten im Dorf und ist das ganze Jahr zugänglich. Im Sommer Festspiele auf dem Burgareal.

Parkplätze
Parkmöglichkeiten im Ort

Weitere Informationen
Verwaltungsgemeinschaft Wörth a.d. Donau
Tel.: 09482/9403-33
Internet: www.brennberg.de  

Unser Tipp
Die Ruine Heilsberg, Burg Falkenstein und Schloss Wörth an der Donau liegen nicht weit entfernt und lohnen ebenfalls einen Besuch. Und wer weiter wandern möchte: Das Netzwerk Burgensteige umfasst insgesamt 5 markierte Wanderrouten im Regensburger Land..

Anfahrt mit dem RVV (mit Fahrplan)

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